Semislick: Pirelli P Zero Trofeo R

Bereits seit 2012 bietet Pirelli den P Zero Trofeo R an. Mit seinem geringen Profilanteil eignet sich der Reifen – wie so viele Semislicks – ausschließlich für trockene Bedingungen.


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Der Pirelli P Zero Trofeo R ist speziell für den Einsatz auf Rennstrecken konzipiert. Weil er auch straßenzugelassen ist, können Trackday-Fahrer die Fahrt zur Strecke auch mit dem italienischen Sportreifen absolvieren.

Klarer Fokus auf Trocken-Performance

Pirelli charakterisiert den P Zero Trofeo R als Trackday-Reifen mit höchster Präzision und hohem Grip. Der Einsatz auf nassen Strecken ist laut Hersteller explizit „nicht empfehlenswert“: Im Falle von nassem Asphalt wird dringend empfohlen, die Geschwindigkeit zu verringern, um dem Aquaplaning-Risiko vorzubeugen.

Pirelli P Zero Trofeo R SemislickDer Pirelli P Zero Trofeo R verfügt über eine spezielle HAOF-Mischung (highly aromatic oil free) und ein neu entwickeltes, asymmetrisches Reifenprofil.

Im inneren Bereich des Semislicks fallen zwei Längsrillen auf, die Aquaplaning entgegenwirken sollen. Die breiten umlaufenden Rillen ermöglichen einen Wasserablauf. Die breiten Lamellen im inneren Bereich sollen für eine präzise Spurtreue sorgen und die Reifenbeanspruchung beim Beschleunigen und beim Bremsen auf der Strecke reduzieren. Die Querrillen sollen konstante Traktion bieten und das Bremsen unterstützen.

Der äußere Bereich soll die notwenige Stabilität und Steifigkeit herstellen, um insbesondere eine hohe Präzision beim Einlenken und bei Kurvenfahrten zu realisieren.

Pirelli P Zero Trofeo R Testergebnisse

„sport auto“ Semislick-Test 2018 (245/35 und 265/35 R19), Ausgabe 4/2018:

Im Semislick-Test 2018 (245/35 und 265/35 R19) der Fachzeitschrift „sport auto“ siegte der Pirelli P Zero Trofeo R in der „Race Wertung“. In der Komfortbewertung musste sich der Italiener dem Michelin Pilot Sport Cup 2 geschlagen geben, der eine deutlich besser Nässe-Performance aufweist. Das Fazit der „Sport Auto“: Der Trofeo R sei ein sehr souverän fahrbarer Semislick mit überragender Präzision und hohem Gripniveau. Er sei zudem sehr fahrstabil und spurtreu. Negativ fiel auf, dass der Italiener wenig Komfort biete und über einen spitzen Traktionsabriss im Nassen verfüge. Auf der 2,77 Kilometer langen Handlingstrecke war der Pirelli P Zero Trofeo R der schnellste Semislick. Der italienische Reifen war rund 0,5 Sekunden schneller als der ebenfalls getestete Michelin Pilot Sport Cup 2 und fast 1,5 Sekunden schneller als der Toyo Proxes R888.

Urteil: „Sehr empfehlenswert“.

[Eigene Darstellung, Daten: „Sport Auto“ 4/2018]
Testdisziplin Pirelli P Zero Trofeo R Michelin Pilot Sport Cup 2 Toyo Proxes R 888
Bremsweg trocken (40%) 10 12 12
Spurwechselsicherheit trocken (10%) 12 9 10
Lenkreaktion trocken (10%) 11 12 9
Handling nach Zeit trocken (15%) 12 11 11
Handling subjektiv trocken (15%) 12 10 10
Race-Wertung (ohne Komfortkomponente) 10,7 10,3 9,9

[Eigene Darstellung, Daten: „Sport Auto“ 4/2018]

„sport auto“ Semislick-Test 2015, Ausgabe 5/2015

Plus: Sehr kurze Bremswege und hohes Gripniveau auf trockener Bahn. Hier auch schnelles, fahrstabiles und messerscharf präzises Handling. Sehr gute Balance und sehr direkte Lenkansprache.

Minus: Eingeschränkte Bremsperformance auf Nässe, schwache Aquaplaningsicherheit, Verschleiß.

Urteil: „Besonders empfehlenswert“ 

Hersteller-Hinweise für den Betrieb auf der Rennstrecke

  • Den korrekten Luftdruck einstellen:
    • „Durch die eher steife Bauweise des P Zero Trofeo R ist bei Rennen normalerweise kein höherer Druck erforderlich. Der benötigte Druckwert beläuft sich auf etwa 2 Bar und ist dem Fahrzeugtyp anzupassen.“
    • Dabei bezieht sich Pirelli auf den Druck eines Reifens, der die Betriebstemperatur bereits erreicht hat.
    • „Für eine sorgfältige Abgleichung muss berücksichtigt werden, dass die Temperatur zwischen einem kalten und einem warmen Reifen deutlich abweicht, normalerweise um 0,5 Bar.“
    • ​“Den Druck anpassen, wenn der Reifen kalt ist. Den Betriebsdruck minus etwa 0,4 Bar einstellen. Drei oder vier Runden drehen, damit sich der Reifen erwärmt. In der Boxengasse den erforderlichen Betriebsdruck des Reifens unverzüglich anpassen.“
    • „Der Druck sollte während der Verwendung im warmen Reifenzustand regelmäßig geprüft werden.“
    • „Pirelli empfiehlt, die Reifen mit normaler Druckluft unter Berücksichtigung der oben genannten Schritte zu füllen. Spezielle Gase wie Stickstoff sind nicht erforderlich, sofern die Luftquelle keiner übermäßigen Feuchtigkeit ausgesetzt ist.“
    • „Stets qualitativ hochwertige Luftdruckprüfer verwenden, um zuverlässige Werte zu erhalten. Die Ventilschäfte der Felgen sollten aus Metall und nicht aus Gummi gefertigt sein, denn sie sind beständiger gegen hohe Temperaturen.“
    • „Vergessen Sie nicht, den Reifendruck wieder anzupassen, nachdem Sie die Rennstrecke verlassen haben.“
  • Im Falle von nassem Asphalt wird empfohlen, bei geringer Geschwindigkeit zu fahren, um dem Aquaplaning-Risiko vorzubeugen.

(Quelle: Pirelli)

So beliebt ist Pirelli in der Trackday-Szene

Im Sommer hat eine Leserumfrage des Online-Magazins „Trackdaysport“ über 300 Trackday- und Sportfahrer unter anderem zu ihren Reifen-Präferenzen befragt. Die Studie erlaubt insgesamt einen spannenden Einblick in die deutsche Trackday- und Sportfahrer-Szene. So ergab die Studie, dass Pirelli in der Szene der Sportfahrer auf Platz sechs der meist genutzten Reifen auf der Rennstrecke rangiert.

Die meist genutzten Reifen-Marken auf der Rennstrecke.

Für 57,9 Prozent aller Befragten stellt Pirelli Produkte mit „sehr guter Performance“ her. Damit gilt Pirelli immerhin als die zweitsporlichste Reifenmarke in der Szene der Trackday- und Sportfahrer.

Markenwahrnehmung.