Semislick: Michelin Pilot Sport Cup 2

Der Michelin Pilot Sport Cup 2 ist der wohl beliebteste Semislick in der Sportfahrer- und Nürburgring-Szene. Seine hervorragende Performance auf trockener Strecke und seine für einen Sportreifen vergleichsweise guten Nässe-Eigenschaften machen den Pneu zu einem leistungsstarken Allrounder.

Der Michelin Pilot Sport Cup 2 feierte 2013 auf dem damals neuen Porsche 918 Spyder seine Premiere. Der Pilot Sport Cup 2 mit N1-Markierung war damals als einziger Reifen exklusiv für den weltweiten Einsatz auf dem Porsche 918 Spyder freigegeben. Seit 2014 ist der Semislick für alle relevanten Reifengrößen erhältlich.

Michelin Pilot Sport Cup 2 profitiert vom Michelin-Motorsport-Know-how

Michelin Pilot Sport Cup 2Der Michelin Pilot Sport Cup 2 profitiert von der jahrzehntelangen Motorsport-Erfahrung von Michelin. Der Cup 2 vereint mehrere Innovationen aus dem Motorsport. So besteht der Reifengürtel aus leichten und widerstandsfähigen Aramidfasern. Im Vergleich zu Stahl besitzt Aramid bei gleichem Gewicht die fünffache Zugfestigkeit. Die Fasern verhindern eine Formänderung des Reifens aufgrund der Fliehkräfte bei hohen Geschwindigkeiten. Das Ergebnis ist ein konstant hoher Grip. Zudem verfügt der Michelin Pilot Sport Cup 2 über eine auf der „Dual-Compound-Technologie“ basierende Laufflächenmischung. Hierbei kommen zwei unterschiedliche Gummimischungen zum Einsatz. Die Mischung auf der Außenseite wird aus einem Elastomer mit hohem Molekulargewicht gefertigt und für maximale Fahrbahnhaftung in Kurven sorgen soll. Die Innenseite der Lauffläche weist hingegen eine Gummisorte auf, die aus einem steiferen Elastomer gefertigt ist und so ein präzises Einlenkverhalten ermöglichen soll.

Die aus dem Motorsport stammende „Variable Contact Patch 3.0“-Technologie basiert auf einer Lauffläche, die sich bei Kurvenfahrt definiert verändert. Dadurch wird der Druck laut Michelin-Angaben an der Aufstandsfläche des Reifens besonders gleichmäßig verteilt, sodass die Lauffläche unter allen Fahrbedingungen so viel Fahrbahnkontakt wie möglich hat, was für mehr Grip in Kurven sorgt.

Michelin Pilot Sport Cup 2

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Michelin Pilot Sport Cup +, ist der Cup 2 deutlich besser auf feuchter Straße zu fahren: In Zusammenarbeit mit den Michelin-Rennteams konnte die Profiltiefe um 20% erhöht werden, sodass mehr Wasser verdrängt werden kann. Dies führt dazu, dass der Michelin Pilot Sport Cup 2 weniger Aquaplaning-empfindlich ist und insgesamt eine höhere Sicherheit auf nassen Strecken bietet.

Porsche, Ferrari, AMG und Co. vertrauen auf den Michelin Pilot Sport Cup 2

Der Michelin Pilot Sport Cup 2 kommt als Erstausrüstungsreifen für zahlreiche Ultra-High-Performance-Fahrzeuge zum Einsatz. Zu nennen sind hier etwa der Ferrari 488 Pista, diverse Porsche-Modelle, der Mercedes-AMG GT R oder der Aston Martin Valkyrie. Auch besonders sportlich ausgelegte Serienfahrzeuge wie BMW M4, Ford Focus RS, Audi R8 und der Renault Mégane R.S. 275 Trophy-R setzen auf den straßenzugelassenen „Rennreifen“ von Michelin.

Der Michelin Pilot Sport Cup 2 auf einem BMW M4

Der Michelin Pilot Sport Cup 2 ist in Deutschland in 71 verschiedenen Varianten von 17 bis 20 Zoll erhältlich.

Michelin Pilot Sport Cup 2 Testergebnisse

„Speed Academy“ Semislick-Test (R19), Ausgabe 4/2018:

Im Semislick-Test 2018 (245/35 und 265/35 R19) der Fachzeitschrift „sport auto“ siegte der Michelin Pilot Sport Cup 2 – allerdings nur aufgrund der Komfort-Bewertung. In der „Race Wertung“ ohne Komfortkomponente musste sich der französische Pneu knapp dem radikaleren Pirelli P Zero Trofeo R geschlagen geben, der allerdings mit schwächeren Bremsleistungen auffiel. Auf der 2,77 Kilometer langen Handlingstrecke war der Michelin Pilot Sport Cup 2 rund 0,5 Sekunden langsamer als der Pirelli P Zero Trofeo R und fast eine Sekunde schneller als der ebenfalls getestete Toyo Proxes R888.

[Eigene Darstellung, Daten: „Sport Auto“ 4/2018]
Auf dem 2,3 Kilometer langen Nass-Handlingkurs nahm der Michelin Pilot Sport Cup 2 seinen Wettbewerbern rund 6 und 7 Sekunden ab. Im Nassen ist der Franzose also im Vergleich der deutlich schnellere und sichere Reifen.

[Eigene Darstellung, Daten: „Sport Auto“ 4/2018]
Beim Bremsen zeigte der Toyo Proxes R888 knapp vor dem Michelin sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen die beste Performance, der Pirelli P Zero Trofeo R die schlechteste.

[Eigene Darstellung, Daten: „Sport Auto“ 4/2018]

[Eigene Darstellung, Daten: „Sport Auto“ 4/2018]

  • Reifengrößen: 245/35 R19 Y und 265/35 R19 Y
  • Test-Fahrzeug: BMW M2
  • Positiv: „Sehr universell einsetzbarer Trackday-/Cupreifen mit sportiver Lenkansprache, guter Rückmeldung und breitem Reserveangebot.“
  • Negativ: „Reagiert etwas nervös auf Lastwechsel, weniger spurtreu als der Pirelli, Einsatz auf regennassen Straßen nicht empfohlen.“
  • Bewertung: 10,3 Punkte (Race-Wertung)
  • Platzierung: Platz  2/3
  • Urteil: Sehr empfehlenswert

„sport auto“ Test 2015, Ausgabe 5/2015:

Positiv: „Beste Nässeeigenschaften unter den Semislicks mit guter Seitenführung und sicheren, fast straßentauglichen Aquaplaningreserven. Gute Haltbarkeit, beachtenswert niedriger Rollwiderstand, überraschend alltagstauglich.“

Negativ: „Leichte Defizite beim Bremsen auf bewässerter Bahn.“

Urteil: Empfehlenswert

Hersteller-Hinweise für den Betrieb auf der Rennstrecke

  • „Vor jedem Rennstreckeneinsatz sind die Michelin Pilot Sport Cup 2 Reifen während einiger Runden mit moderater Fahrweise auf Temperatur zu bringen. Verwenden Sie hierzu immer den vom Hersteller Ihres Fahrzeugs empfohlenen Fülldruck für den Straßeneinsatz.“
  • „Passen Sie nach einigen moderaten Runden den Fülldruck leicht an, um zur optimalen Einstellung für Ihren Einsatz zu gelangen.“
  • Warme Reifen:
    • „Der optimale Fülldruck derMichelin Pilot Sport Cup 2 Reifen liegt zwischen 2,3 bar (33 psi) und 2,7 bar (39 psi) warm, in Abhängigkeit des Fahrzeugmodells und der genutzten Rennstrecke.“
    • „Bei manchen Fahrzeugmodellen ist jedoch ein höherer Reifenfülldruck als 2,7 bar (39 psi) warm erforderlich.“
  • Kalte Reifen:
    • „Niemals einen Fülldruck unter 1,9 bar (28 psi) einstellen.“
    • „Um die Haltbarkeit des Michelin Pilot Sport Cup 2 bei intensivem Rennstreckeneinsatz zu optimieren, empfiehlt Michelin ausdrücklich einen Mindestfülldruck zwischen 2,0 bar (29 psi) und 2,4 bar (35 psi) zu verwenden.“

(Quelle: Michelin)

Erhältliche Varianten und Größen

215/45 ZR17 91Y
225/45 ZR17 94Y
255/40 ZR17 98Y
225/40 ZR18 92Y
235/40 ZR18 95Y)Connect
235/40 ZR18 95Y
245/35 ZR18 (92Y) Connect
245/40 ZR18 (97Y)
265/35 ZR18 (97Y)
285/30 ZR18 (97Y)
295/30 ZR18 (98Y) Connect
295/30 ZR18 (98Y)
235/35 ZR19 (91Y) Connect
235/35 ZR19 (91Y)
235/35 ZR19 (91Y) N0
235/40 ZR19 (96Y)
245/35 ZR19 (93Y) Connect
245/35 ZR19 (93Y) N0
245/35 ZR19 (93Y) ★
245/35 ZR19 (93Y) MO1
255/35 ZR19 (96Y)
255/35 ZR19 (96Y) MO1
265/30 ZR19 (93Y)
265/35 ZR19 (98Y) ★ DT
265/35 ZR19 (98Y) MO1
265/35 ZR19 (98Y)
265/35 ZR19 (98Y) MO
265/35 ZR19 (98Y) ★
265/40 ZR19 (102Y)
275/35 ZR19 (100Y) MO
285/35 ZR19 (103Y)
295/30 ZR19 (100Y)
305/30 ZR19 (102Y) Connect
305/30 ZR19 (102Y) N0
325/30 ZR19 (105Y) Connect
325/30 ZR19 (105Y) N0
345/30 ZR19 (109Y)
245/30 ZR20 (90Y) AO
245/30 ZR20 (90Y)
245/35 ZR20 (95Y) K2
245/35 ZR20 (95Y) K1
245/35 ZR20 (95Y) Connect
245/35 ZR20 (95Y) N1
245/35 ZR20 (95Y)
255/40 ZR20 (101Y)
265/35 ZR20 (95Y) N0
265/35 ZR20 (99Y) J
265/35 ZR20 (99Y) Connect
265/35 ZR20 (99Y) N2
285/30 ZR20 (99Y) MO1
285/30 ZR20 (99Y) ★
285/35 ZR20 (104Y)
295/30 ZR20 (101Y) MO
295/30 ZR20 (101Y) Connect
295/30 ZR20 (101Y) N1
305/30 ZR20 (103Y) K2
305/30 ZR20 (103Y) J
305/30 ZR20 (103Y) AO
305/30 ZR20 (103Y) Connect
305/30 ZR20 (103Y) K1
305/30 ZR20 (103Y) N1
305/30 ZR20 (103Y) MO
325/25 ZR20 (101Y)
325/30 ZR20 (106Y) MO
325/30 ZR20 (106Y)
345/30 ZR20 (106Y)
275/35 ZR21 (103Y) MO1
315/30 ZR21 (105Y) MO1
325/30 ZR21 (104Y) N0
325/30 ZR21 (108Y) N2
325/30 ZR21 (108Y) Connect

Das sagen Sportfahrer über den Michelin Pilot Sport Cup 2

Robin, BMW 1er M Coupé:

„Fahre ihn in 245/35/19 und 265/35/19 auf einem BMW 1M Coupé mit etwa 650Nm. Für den Sommer echt voll okay. Auch bei Regen ist er noch fahrbar, auch wenn man da schon etwas vorsichtiger ans Gas gehen sollte. Für Track finde ich ihn nicht so geil. Er baut zwar schnell Temperatur auf, aber er überhitzt auch schnell und beginnt zu schmieren, wenn man ihn zu hart ran nimmt.“

Damian, Mercedes C63 AMG W205:

„Sehr griffig sobald sie auf Temperatur sind. Über die Laufleistung von diesem Reifen sollte man aber nicht sprechen. Auf meinem C63 W205 hielten sie auf der Hinterachse 4.500 km (keine Rennstrecke, keine burnouts), sehr sportliche Fahrweise und viele Kurven. Denke aber auch, dass die Nm, die an der Hinterachse rumwüten, ihren Beitrag dazu leisten. (…) Zusätzlich kommt noch, dass sich das Heck des öfteren selbstständig macht. Denke, dass es eben viel von der Fahrweise abhängt.“

Stephan, Ford Focus RS MK3:

„235/35 R19 auf meinem Focus RS MK 3, sehr griffig im Sommer! Toller Reifen. Klar, beim Nassverhalten gibt es bessere Reifen, aber für das, was der Reifen im Großen und Ganzen abliefert, sehr gut.“

Daniel, BMW E36:

„Fahre 225/45 R17 auf meinem E36-Tracktool. Im Trockenen sehr viel Grip, gutes Feedback. Absolut spitzen Preis/Leistungsverhältnis. Auch im Regen auf der Rennstrecke hat es sich gut angefühlt. Empfehle ich gerne weiter den Reifen!“

Michl, Ford Escort:

„Finde den Gummi den Besten was Preis/Leistung/Langlebigkeit betrifft. War dieses Jahr an einem Wochenende 18 Runden auf dem Nürburgring-GP-Kurs und im Anschluss 5 Runden auf der Nordschleife und hatte hinterher lediglich auf der Vorderachse/Innenprofilblock 2 mm mehr Abnutzung als am restlichen Pneu aber immer noch etwa 70% Gummi drauf. Ansonsten gutes Feedback, nach 6 Runden GP-Strecke fängt er etwas an zu schmieren. Allerdings haben das meine Trofeos auch gemacht, die waren aber nach der Hälfte der Zeit platt. Also von mir definitiv Daumen nach oben.“

So beliebt ist Michelin in der Trackday-Szene

Im Sommer hat eine Leserumfrage des Online-Magazins „Trackdaysport“ über 300 Trackday- und Sportfahrer unter anderem zu ihren Reifen-Präferenzen befragt. Die Studie erlaubt insgesamt einen spannenden Einblick in die deutsche Trackday- und Sportfahrer-Szene. So ergab die Studie, dass Michelin in der Szene der Sportfahrer mit großem Abstand die meist genutzte Reifen-Marke auf der Rennstrecke ist.

Die meist genutzten Reifen-Marken auf der Rennstrecke.

Unter den Top 5 der meist genutzten Reifenmarken auf der Rennstrecke belegt Michelin den zweiten Platz bei der Zufriedenheit: In etwa jeder zweite (52,5 Prozent) der Michelin-Fahrer ist „sehr zufrieden“ mit den Reifen. 82,5 Prozent sind „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“.

„Sehr zufrieden“ mit meiner Reifenmarke.

Für 74,8 Prozent aller Befragten stellt Michelin Produkte mit „sehr guter Performance“ her. Damit gilt Michelin in der Szene der Trackday- und Sportfahrer mit Abstand als die Reifenmarke mit der höchsten Performance.

Markenwahrnehmung.